GASTBEITRAG: Studium und akademische Weiterbildung in der Pflege

Während sich die Inhalte auf diesem Blog normalerweise um die Themen Nachbarschaft, Pflege, Pflegepersonen, Barrierefreiheit und Handicaps drehen, erweitern wir heute mit einem Gastbeitrag einmal das Themenspektrum und gehen auf die Möglichkeiten des Studiums und der berufsbegleitenden Weiterbildung im Bereich Pflegewissenschaften/ Pflegemanagement ein. Denn eine bedeutende Voraussetzung für die optimale Versorgung im Alter sind vor allem gut ausgebildete Pfleger und Pflegerinnen sowie eine effiziente Verwaltung in der Pflege.

Welche Möglichkeiten der akademischen Weiterbildung gibt es?

Zunächst einmal ist zu unterscheiden, ob man ein Vollzeit- oder ein berufsbegleitendes Studium absolvieren möchte bzw. kann. Ein Vollzeitstudium eignet sich vor allem für junge Menschen, die nach dem Schulabschluss oder einer Ausbildung ein Erststudium beginnen. Bei einem Vollzeitstudium ist man hauptberuflich „Student/in“ und darf nebenbei maximal 20 Stunden pro Woche einer Beschäftigung nachgehen.

Ein berufsbegleitendes Studium ist hingegen für diejenigen interessant, die schon längere Zeit in einem Pflegeberuf arbeiten und ihren Job nicht aufgeben möchten bzw. auf den Gehaltseingang verzichten können. Bei den berufsbegleitenden Studienoptionen wiederum ist zwischen einem Abendstudium (in der Regel 1-2 Tage abends in der Woche und ein ganzer Tag Vorlesung am Wochenende) und einem Fernstudium (flexiblere Zeiteinteilung, da Materialien zu Hause im Selbststudium gelernt werden müssen) zu unterscheiden. Beide Optionen bieten aber die Möglichkeit, dem eigenen Beruf weiterhin nachzugehen und dennoch nebenher eine akademische Weiterbildung zu absolvieren und sich so für neue Positionen und Aufgaben zu qualifizieren.

Warum ist eine akademische Weiterbildung sinnvoll?

Kaum eine Branche in Deutschland ist solch einem Wandel ausgesetzt wie das Gesundheitswesen. Neue gesetzliche und gesellschaftliche Regelungen erfordern von nahezu allen Unternehmen ein Umdenken und eine neue Ausrichtung. Um die vielfältigen Herausforderungen anzugehen, werden dringend qualifiziert ausgebildete Arbeitnehmer benötigt. Bis zum Jahr 2020, so eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey, könnten rund 1 Million neue Jobs entstehen. Dabei sind vor allem Arbeitnehmer begehrt, die betriebswirtschaftliches Know-how in Verbindung mit Kenntnissen der Pflege mitbringen. Wer sich durch ein Studium akademisch in diesem Bereich qualifiziert, hat sehr gute Job- und Zukunftsaussichten.

Wo kann man sich über die Studienmöglichkeiten informieren?

Im Bereich Pflege gibt es dutzende Studienangebote an dutzenden Hochschulen. Von Studiengängen wie Pflegewissenschaften oder Pflegemanagement bis hin zu Gesundheitsökonomie kommen viele Angebote für eine zielgerichtete akademische Weiterbildung in Betracht. Eine gute Anlaufstelle, um sich unabhängig und ausführlich zu informieren, ist der Studienführer „Gesundheitsmanagement studieren“. Unter gesundheitsmanagement-studieren.de gibt es eine Datenbank mit Auflistung aller Hochschulen, die ein passendes Studium im Bereich Pflege anbieten.

Wer ein berufsbegleitendes Pflegestudium sucht, ist auch auf dem Portal Studieren-Berufsbegleitend.de gut aufgehoben. Hier gibt es ebenfalls eine Datenbank, in der man entweder die Abendstudiengänge in seiner Nähe anhand von Postleitzahlen-Gebieten eingrenzen kann oder die Fernstudiengänge im Bereich Pflege und Gesundheit findet.

Dieser Gastbeitrag wurde von Herrn Milan Klesper zur Verfügung gestelt.

Sven Heilmann / pflege-nachbarschaft.de

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Datum: Mittwoch, 13. April 2011 7:52
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