25.09.2008 „b_free“ – Tagebuch 2008 / der 2. Tag

Haben Sie sich schon einmal gefragt was besser ist … (Max, was meinst du? 😉
Eine überschaubare Menge an Messebesuchern, mit denen man ausgedehnte und tiefgründige Gespräche führen kann? oder… Massen von Messebesuchern, welche nur oberflächlich abgehandelt werden können und wo so gut wie kein ordentliches Beratungsgespräch zu Stande kommt? Ich erwarte eigentlich keine Antwort, da ich am heutigen 2. Tag der b_free auch keine für mich gefunden habe. Was ich damit sagen möchte liegt auf der Hand, eigentlich könnte es ruhig ein wenig mehr sein. Kurz ich war hin und her gerissen.

Die Kongressteilnehmer, die gestern von mir am FSB Stand über unser ErgoSystem für barrierefreie Bäder informiert wurden, kamen heute natürlich kein zweites Mal zu ausgedehnten Gesprächen vorbei, logisch. Dafür war heute für mein Befinden der Tages–Besucher-Anteil höher und so hatten wir, mein Chef Jürgen Klenke und ich, doch hier und da ganz angenehme Gespräche mit einigen Architekten, Bauträgern und Privatpersonen. Die letztendliche Fruchtbarkeit dieser Talks wird sich zeigen.

Natürlich habe ich wieder ein paar Vorträge ( 3 Stück ) im Rahmen der Kongressveranstaltung besucht und möchte einen kurzen Abriss der Themen geben.

Der erste Vortrag meines heutigen Tages wurde von Frau Maike Austermann – Frenz, von der Firma „kom.fort“ aus Bremen gehalten.
Das Thema „eingeschränkt barrierefrei“ – für eine neue Tonart in der strukturellen Wohnungsanpassung – wurde von Ihr nicht sonderlich frei vorgetragen und vermittelte dadurch nicht die Ernsthaftigkeit, welche dieses Thema verdient hätte. Der Kernpunkt war die Festlegung eines Qualitätsstandards in 2 Kategorien – „eingeschränkt barrierefrei“ und „umfassend barrierefrei“. Hierfür wurde eine Liste entwickelt, welche zur Überprüfung der Wohnungsstandards von Wohnungsbau- und Verwaltungsunternehmen benutzt werden kann. In der Liste wird auf Außenanlagen, Flurbereiche, Wohnungen allgemein, sowie Bäder etc. eingegangen. Broschüren und die Liste kann man bei der Firma „kom.fort – Beratung für barrierefreies Bauen und Wohnen“ anfordern oder unter folgendem Link downloaden kom-fort.de .

Im zweiten Vortrag des heutigen Tages ging es um die Wohnraumanpassung in Ein- und Mehrfamilienhäusern. Hier wird zur Zeit eine Studie durch die Niedersächsische Fachstelle für Wohnraumberatung Hannover durchgeführt, welche das selbstständige Wohnen im Alter näher beleuchtet. Mitte 2009 soll das Ergebnis der Studie, in Form einer Broschüre, veröffentlicht werden. Darin wird sich eine zusammenfassende Aufstellung von Maßnahmen, Alternativen, Kosten und Förderprogrammen der einzelnen Bundesländer befinden. Ich finde eine interessante Arbeitsunterlage für alle die sich mit dem barrierefreien Bauen, Wohnen und Leben beschäftigen.

Ganz schwach begann ein Vortrag über die Wohnraumanpassung in Genossenschaftswohnungen. Projekte wurden Punkt für Punkt benannt und vorgestellt, Lösungsansätze im ersten Teil: Fehlanzeige. Zum Ende hin kam jedoch der Hit. Herr Walter Maier (Architekt) zeigte eine Möglichkeit auf, wie man das leidige Thema der Abwasserleitung für bodenebene Duschen im Altbestand lösen kann. Nicht etwa durch einen Durchbruch in die Zwischendecke des Untermieters, was ohnehin bei den geringen Raumhöhen in Genossenschaftswohnungen nicht zulässig ist, sondern durch Ableitung in eine Vorgeblendete und isolierte Außenfassade. Wer weitere Informationen zu diesem super Ansatz möchte, sollte mit Herrn Maier Kontakt aufnehmen. Hier findet man seine Kontaktdaten
www.maier-architekten-koeln.de .

Mein Fazit für den 2. Tag der b_free: Wieder gute Gespräche und wertvoller Erfahrungsaustausch am FSB – Stand, aber morgen darf es ruhig ein wenig mehr sein. Ich hoffe mein Wunsch kann barrierefrei in Erfüllung gehen.

Sven Heilmann / pflege-nachbarschaft.de

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Datum: Donnerstag, 25. September 2008 23:48
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