Messetagebuch Bau 2009 – Fazit für den Bereich der Barrierefreiheit

Der Tag 5 der Messe Bau in München ist vorbei und wenn ich den Aussagen meines FSB – ErgoSystem – Kollegen vom Stand  139 Glauben schenke, dann war der heutige Besucherandrang, u.a. auch auf unserem FSB – Stand, wieder ähnlich den letzten Tage, Pilgerstätten – ähnlich. Es hat sich einmal wieder gezeigt das die „Bau“ in München den Namen Internationale Leitmesse für Architektur, Materialien und Bau-Systeme zu Recht trägt. Im Bereich der Barrierefreiheit hat sie leider nicht all zu viel zu bieten. Hier nützt es nicht eine Sonderschau zu veranstalten, welche recht schlecht beworben wird. Auch ein Fach – Thementag „Demografischer Wandel“ an einem Samstag, den Tag für Privatbesucher, zu veranstalten, zeichnet die Messeleitung nicht aus. Fachbesucher werden die Messe am Wochenende wohl meiden. Wenn nicht namenhafte Hersteller wie Erlau, Hewi, FSB, Küffner, der Verein „IWiA“ und einige mehr die Präsentation von barrierefreien Produkten selbst in die Hand genommen hätten, dann wäre dieser wichtige, zukunftsträchtige Fachbereich für Architekten wohl sehr mangelhaft ausgefallen. Es ist schon erstaunlich, wie man auch an der Bau – Messe beobachten kann, dass Barrieren zur Barrierefreiheit als erstes in den Köpfen stattfinden. Die Veranstalter der Messe sollten sich strecken, damit sie diesen Trend nicht komplett verschlafen. Für unsere jungen und zukünftigen Architekten wird das barrierefreie Planen wohl in naher Zukunft genau so wichtig, wie das Planen von zukunftsorientierten Fassaden und das bauen mit neuen Baustoffen. Hier kann ich nur sagen: Keine Angst vor großen Taten, auch unsere europäischen Nachbarn befinden sich im demografischen Wandel. Wenigstens wurde der Barrierefreiheit und dem barrierefreien Bauen ein kurzer TV – Film gewidmet, den man HIER abrufen kann.

Mein Wunsch für die Zukunft:   Barrieren abbauen und das Thema Barrierefreiheit bzw. „Design für alle“ noch weiter in den Fokus der Bau – Messe rücken. Architekten und Schreiner, Bauingenieure und Wohnberater würden dieses Thema sicher ohne Vorbehalte annehmen. Der demografische Wandel zwingt uns in den nächsten Jahren flexibler und nachhaltiger zu Bauen. Das AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) wird in Zukunft eine viel größere Rolle beim Bau von öffentlichrn Einrichtungen haben als in den letzten 2 Jahren. Denn das 2. Konjunkturprogramm der Bundesregierung hat u. a. die Sanierung öffentlicher Gebäude im Fokus. Barrierefreies Bauen besitzt so betrachtet ein enormes Potential, welches auch in den Zeiten des Bauvolumen – Rückganges und der Krise abgeschöpft werden kann und muss. Wir alle wollen alt werden, jedoch an Lebensqualität nicht verlieren. Barrierefreiheit und Komfort liegen sehr dicht beieinander. Das ist nicht nur meine Meinung, da bin ich mir sicher!

Sven Heilmann / pflege-nachbarschaft.de

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Datum: Freitag, 16. Januar 2009 18:38
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2 Kommentare

  1. 1

    Nicht nur öffentlich, auch privat wird sich da immer mehr ein Trend zu barrierefreiem und energiesparendem Bauen durchsetzen. Wer heute einen Architekten oder Baubetreuer bezüglich der Möglichkeiten befragt, wird erstaunt sein, was bereits jetzt alles geht.

  2. 2

    Hallo Anton,
    da bin ich voll auf deiner Seite. Jedoch sehe ich gerade in der Barrierefreiheit noch sehr viel Nachholebedarf. Architekten sind da leider nicht ausgenommen. Aber auch Gemeinden und Städte müssen sich noch viel mehr mit der Thematik der Barrierefreiheit auseinandersetzen.
    Gruß
    Sven!

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